Wie sieht mein Programm für Achberg aus?

2008 sind mein Partner und ich nach Achberg gezogen. Achberg und seine Bürgerinnen und Bürger haben wir seitdem als offene und aktive, als lebens- und liebenswerte Gemeinde kennen gelernt. 

Achberg muss man nicht neu erfinden – Achberg will aber gut in die Zukunft geführt werden.

Darum geht es mir bei meinem Programm für Achberg um zwei Bereiche:

  • Wo stehen wir in Achberg im Jahr 2030?
  • Und wie kommen wir gemeinsam auf den Weg dorthin?

Achberg im Jahr 2030 - 
was heißt das konkret?

Ich möchte für Achberg folgendes erreichen:

  • ein vielfältiges Vereinsleben, das offen ist für Alteingesessene und neu Zugezogene
  • Orte und Anlässe, an denen man zwanglos zusammenkommen kann


  • Kinderbetreuung, wie Familien sie brauchen – auch in Ferien und auch für Schulkinder
  • Angebote für Senioren, um möglichst lange im Ort wohnen bleiben zu können
  • Verschiedenartiger Wohnraum – neben Bauplätzen bezahlbare Mietwohnungen und andere Wohnformen, vor allem auch innerorts und den Ortsteilen


  • Entwicklungsmöglichkeiten für ansässige Firmen
  • eine vielfältige Kulturlandschaft, in der auch unsere Landwirtschaft ihren Platz hat
  • schnelles Internet, egal wo man wohnt oder arbeitet
  • gute Mobilitätslösungen, z.B. mit verlässlichen Busanbindungen oder neuen Mobilitätsangeboten


  • bei all dem ein gut geführtes Rathaus als offener und professioneller Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger sowie für Vereine und Unternehmen
  • und damit Achberg sich das alles leisten kann: ein solide aufgestellter Haushalt 


Wie erreichen wir diese Ziele?


Bei allem setze ich auf Gemeinsamkeit. 

Jede und jeder von Ihnen hat eine Vorstellung von der Zukunft Achbergs. Bringen Sie sich, Ihre Ideen und Ihre Kompetenzen also ein:

  • kreativ in Workshops und Arbeitskreisen zur Gemeindeentwicklung
  • in offener Diskussion auf Bürgerversammlungen und im Gemeinderat 
  • mit Transparenz bei allen Maßnahmen und Projektumsetzungen


Bürgerbeteiligung ist für mich nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern die Basis für die erfolgreiche Entwicklung unserer Gemeinde. Mich sehe ich dabei als Motor, als Ideengeber und als Moderator:

  • verantwortungsvoll und nachhaltig
  • menschlich und ehrlich
  • für Sie und für alle Bürgerinnen und Bürger in Achberg


Ihre Ideen, Vorstellungen und Erfahrungen,
und meine Berufs- und Lebenserfahrung –
damit werden wir Achberg gemeinsam voranbringen!


Konkrete Ideen

Zu jedem Ziel für das Jahr 2030 gibt es natürlich auch viele konkrete Ideen, die ich hier veröffentlicht habe ...

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... maßgeblich ist aber bei allen Punkten: Es zählt nicht, was ICH will, sondern das, was für Achberg und Sie als Achbergerinnen und Achberger wichtig ist! Darüber müssen wir reden, und das müssen wir dann auch gemeinsam entscheiden.

Schnelles Internet / Breitbandausbau

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Definitiv DAS Thema für die Zeit direkt nach einem Amtsantritt:

Der Breitbandatlas für Achberg zeigt unsere Misere sehr deutlich: Die Breitbandversorgung in Achberg muss verbessert werden. Wir sind Mitglied im Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg, kooperieren mit den Stadtwerken Lindau, haben Leerrohre verlegt und punktuelle Ausbauprojekte erreicht - dennoch hat das Glasfasernetz bei uns viele lose Enden, und das merkt mehr als die Hälfte der Achbergerinnen und Achberger nicht nur im Homeschooling oder im Homeoffice.
Wir brauchen darum schnell eine Gesamtplanung, und wir müssen darüber diskutieren, was uns ein zügiger Netzausbau wert ist. 
Für mich gehört eine gute Breitbandversorgung heute zur dringend nötigen Infrastruktur, um die sich eine Gemeinde kümmern muss - das muss Chefsache sein!

Familien und Kinderbetreuung in Achberg

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Verlässliche Kinderbetreuung - wie Corona gezeigt hat ein ganz wichtiger Baustein für Kinder und ihre Familien. Wir haben in Achberg mit der Krippe, zwei Kindergärten, der Tagesmutter und der Schulkindbetreuung ein breites Angebot. Wir müssen dieses Angebot aber auch immer wieder anpassen und so weiterentwickeln, dass Familien die Kinderbetreuung bekommen, die sie für sich und die Arbeit brauchen. Und es braucht vielleicht auch weitere Ideen, um Kinder und Familien hier in der Gemeinde zusammenzubringen. In vielen Gesprächen habe ich Ideen dazu gehört - von der Verbesserung des Spielplatzes in Esseratsweiler, einem Familienweg am Bach, einem Grillplatz, Verbesserungen in der Ferienbetreuung, neuen Ideen auch für Jugendliche und vielem mehr.

Älter werden in Achberg

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Älter werden auf dem Land - kein einfaches Thema. Ich will gemeinsam mit Ihnen Angebote entwickeln, damit Achbergerinnen und Achberger auch im Alter möglichst lange im Ort wohnen bleiben können. Eine organisierte Nachbarschaftshilfe haben wir schon - bringen uns seniorengerechte Wohnungen oder ein Bürgermobil weiter voran? Können uns Projekte wie eine "Solidarische Gemeinde" oder "Gemeindeschwestern" helfen? Was braucht es, um eine ländliche Tagespflege zu schaffen? Im Landkreis Lindau habe ich solche Projekte in den vergangenen Jahren mit auf den Weg gebracht, z.B. mit einer Nachbarschaftskoordination in Lindau und den Seegemeinden oder einem Bürgermobil im Argental.

Wohnungsbau

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Bezahlbaren Wohnraum dort finden, wo man verwurzelt ist - das ist eine der großen Herausforderungen in unserer Region, und auch bei uns in Achberg. Neben der Entwicklung von Bauplätzen braucht es auch bezahlbare Mietwohnungen vor Ort. Vielleicht auch andere Wohnformen wie Genossenschaften. Und wenn es gute Wohnangebote für Senioren gibt verkauft vielleicht der Eine oder die Andere auch das zu groß gewordene Einfamilienhaus an junge Familien.

Bei all dem dürfen wir nicht nur nach den grünen Wiesen schauen - die brauchen unsere Landwirte ebenfalls - sondern müssen vor allem die die Entwicklungsmöglichkeiten innerorts und in Bestandsgebäuden besonders voranbringen.

Neue Wohnprojekte für Jung und Alt

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Manchmal braucht es ganz neue Ideen, um auf Probleme zu reagieren. Viele Gemeinde schaffen zum Beispiel Anreize, um in bestehenden Wohngebieten zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und Jung und Alt damit zusammenzubringen. Für innovative Ansätze gibt es hier manchmal auch eine Förderung der Landesregierung Baden-Württemberg, zum Beispiel im benachbarten Bodnegg. Auch wir in Achberg könnten in diese Richtung denken, denn auch bei uns geht es darum, Wohnraum für Familien zu schaffen und gleichzeitig der älteren Generation ein Weiterwohnen in der Heimat zu ermöglichen.

Landwirtschaft und Kulturlandschaft

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Natur- und Insektenschutz bewegen heute viele Menschen. Das Zusammenleben auf dem Land zeigt aber auch: Das geht nur zusammen mit denen, die das Land nutzen und bewirtschaften: unseren Landwirten.
Wir leben in einer wundervollen Kulturlandschaft, die gepflegt werden muss. Mit Landwirten, die mit der Natur produzieren. Mit Verbrauchern, die das wertschätzen und bewusst regional einkaufen. Wo wir alle uns so verhalten, dass unsere Umwelt auch in Zukunft genutzt, aber nicht ausgebeutet wird.
Dabei geht es nicht nur ums große Ganze, sondern gerade auch um uns und unser Verhalten hier vor Ort. Und das bringen wir voran, wenn wir uns vor Ort gemeinsam dafür einsetzen: Bei der  Pflege unserer Streuobstbestände, bei der Sicherung von Biotopen, mit Hausgärten, die einen Beitrag zum Arten- und Insektenschutz leisten und und und... Denn jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten, unsere vielfältige Umwelt zu erhalten. Und die Gemeinde kann dabei Vorbild sein.

Ökologie/Umweltschutz/Klimaschutz

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Ich bin gefragt worden, warum in meinem Programm nichts zum Umwelt- und Klimaschutz steht. Ganz einfach: Weil das für mich unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bei all unseren Entscheidungen berücksichtigt werden muss. Für mich heißt das, den Blick vom HIER und JETZT in die Zukunft zu richten: Welche Auswirkungen hat unser Handeln im sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen Bereich für unsere Zukunft, für die Zukunft unserer Welt? Und wie wirken die verschiedenen Bereiche zusammen. Ja, da gibt es keine einfachen und schnellen Antworten. Aber so ist das Leben eben.

Beim Thema Ökologie und Klimaschutz kann jede(r) Einzelne seinen/ihren Beitrag leisten - genauso wie eine Gemeinde, die bei ihren Projekten Vorbild sein kann: Beim Einsatz von erneuerbaren Energien, bei ökologischen Baustoffen, bei Projekten zum Arten- und Naturschutz und und und.
Mir geht es jedenfalls nicht um schnelle Effekte, sondern darum, unsere Gemeinde so in die Zukunft zu führen, dass wir auch 2030 zuversichtlich auf ein Jahr 2040 schauen können.

Martin-Grisar-Haus

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Bis jetzt ist es vor allem eine sanierte Hülle. Ich will mich dafür einsetzen, dass das Martin-Grisar-Haus noch mehr zu einem lebendigen Treffpunkt in unserer Gemeinde wird. Aus vielen Bürgergesprächen weiß ich, dass es hier viele Ideen und Möglichkeiten gibt, das Haus innen und drum herum zu einem wirklichen Haus der Dorfgemeinschaft werden zu lassen. Welche Ideen haben Sie dafür? Schreiben Sie mir - dann haben wir eine Basis dafür, hier gemeinsam etwas für uns alle zu entwickeln!

Ehrenamt / Vereine

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2020 hat Corona dazu geführt, dass unser Gemeindeleben sehr viel ärmer war. Vieles ist ausgefallen, was ein Dorf lebendigt macht: Kein Maibaumstellen der Landjugend, keine Konzerte des Musikvereins und vom Chor DaCapo, keine Theateraufführungen, kaum Sporttraining, kein Abendmarkt, kein Partnerschaftstreffen mit Saint-Genis... Alles Anlässe, um sich im Dorf ganz zwanglos zu treffen und zu begegnen - alles Anlässe, die für eine lebendige Dorfgemeinschaft so wichtig sind. 

Das Engagement von Ehrenamtlichen kann eine Gemeinde auch fördern und unterstützen - z.B. durch Schulungen für Vorstände, Bereitstellung von Räumlichkeiten oder die Ausgabe einer Ehrenamtskarte als Anerkennung.

Gewerbeentwicklung

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Gerade in kleinen Gemeinden muss der Bürgermeister DER Ansprechpartner für die Unternehmen vor Ort sein: Die Gemeinde braucht die Unternehmen bei Arbeits- und Ausbildungsplätzen vor Ort und bei der Gewerbesteuer als wichtiger Einnahme - und die Unternehmen brauchen die Gemeinde bei Entwicklungsmöglichkeiten am Standort und bei der Infrastruktur. Als Stichworte nenne ich hier nur den dringend nötigen Breitbandausbau und die nötigen Entwicklungsmöglichkeiten für bereits vor Ort verankerten Unternehmen. Aus meiner Zeit am Landratsamt bringe ich hier viel Erfahrung mit, und auch die nötigen guten Kontakte zur Wirtschaftsförderung des Landkreises Ravensburg.

Mobilität und Verkehr

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Beim Thema "Mobilität" dürfen wir uns nicht auf dem ausruhen, was wir haben: 

  • Mit dem Verkehrsverbund BODO haben wir ein gutes Grundangebot. Am Wochenende, in den Randzeiten und vor allem in den Ortsteilen ist da aber noch Luft nach oben. Das gilt besonders für die Verlässlichkeit der Umsteigeverbindungen in Oberreitnau oder in Neuravensburg. Und insbesondere auch für auf den ÖPNV angewiesene Schüler_innen und ihre Eltern.
  • Neben dem klassischen ÖPNV denke ich hier vor allem an neue Mobilitätsangebote für Jung und Alt - zum Beipiel mit Bürgerbussen, wie es sie in anderen Gemeinden bereits gibt. 
  • Radmobilität wird immer wichtiger - nicht nur in der Freizeit. Wenn der Landkreis Ravensburg Radrouten neu ausschildert müssen wir besonders auf die Verkehrssicherheit achten und bei der Ausweisung mancher Routen auch kreativ werden. 
  • Und aus vielen Gesprächen weis ich, dass auch das Thema Verkehrssicherheit an manchen Stellen im Ort und in den Ortsteilen Sorge bereitet. 

Bei all diesen Themen müssen wir miteinander nach Lösungen suchen, die die Sorgen ernst nehmen und für alle tragbar sind.

Bürgerbeteiligung

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Ehrliche und sinnvolle Bürgerbeteiligung hat viele Facetten:

  • Das beginnt bei guter und transparenter Information zu den Themen und Projekten, die für unsere Gemeinde wichtig sind. Mit dem wöchentlichen Amtsblatt haben wir ein etabliertes Medium, das vielleicht einmal ein neues Gesicht bekommen könnte. Warum das aber nicht mit einer Achberg-App und Infos über Social-Media ergänzen?
  • Strategische Gemeindeentwicklung beginnt mit der Erarbeitung einer gemeinsamen Vision unserer Zukunft und vielen konkreten Umsetzungsschritten: Von Klausurtagungen des Gemeinderates über Arbeitskreise und Bürgerwerkstätten zu bestimmten konkreten Themen bis zur Umsetzung von Maßnahmen, in die möglichst viele interessierte Menschen einbezogen sind.
  • Und auch wenn am Ende der demokratisch gewählte Gemeinderat die Letztentscheidungsbefugnis hat und für alle Maßnahmen auch die nötigen Gelder bewilligen muss: Die Entwicklung unserer Gemeinde geht uns als Gemeinschaft alle an!

Gemeindefinanzen

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Eine solide Haushaltsplanung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Gemeinde. In Achberg haben Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und ein solides Polster erarbeitet. 2020 ist unsere Gemeinde finanziell mit einem blauen Auge aus der Coronakrise gekommen. Ob das dank der Landeszuschüsse auch 2021 so wird? 

Die nächsten Jahre werden jedenfalls angesichts zurück gehender Steuereinnahmen nicht einfach werden. Umso wichtiger ist eine nachhaltige Haushaltsführung, die trotzdem das ermöglicht, was eine Dorfgemeinschaft lebendig und zukunftsfähig macht und die staatliche Zuschüsse überall dort nützt, wo sie uns sinnvoll voranbringen. Gerne bringe ich hier meine Erfahrung aus 18 Jahren Verwaltung mit ein!

Mein Bewerbungsvideo finden Sie hier:

Meinen Programmflyer sollten Sie alle im Briefkasten haben. Falls Sie ihn nochmal anschauen wollen: